
HAS/7
Ein Einfamilienhaus wird zwei Wohnungen — entlang einer Achse, die schon da war.
Bestandsaufnahme: Muat
Entwurf: Muat
Ausführungsplanung: Muat
Umsetzung: Zimmerei Brandstätter
Innenausbauten in Eigenleistung: Bauherrschaft
Die Aufgabe:
Ein Wohnhaus aus den späten Siebzigern, gebaut für eine fünfköpfige Familie. Heute leben zwei Menschen darin, auf einer Fläche, die für fünf gedacht war — verwinkelt, verschnitten, mit einem Treppenhaus mittendrin, das jeden Raum anschneidet.
Die Bauherrschaft wollte wissen, ob sich das Haus so teilen lässt, dass die obere Hälfte vermietet werden kann. Erschwerend kam hinzu, dass die tragenden Innenwände genau dort stehen, wo eine Trennung am naheliegendsten gewesen wäre.
Die Entscheidung:
Statt das Haus nachträglich zu zerschneiden, haben wir die Teilung entlang der vorhandenen Mittelachse gelegt. Das Haus war von Anfang an annähernd symmetrisch angelegt — diese Ordnung haben wir aufgenommen und zu Ende geführt, statt gegen sie zu planen.
Jede Hälfte bekommt eine eigene Treppe. Das kostet Fläche, erspart aber einen gemeinsamen Erschließungskern und damit genau die Konflikte, die entstehen, wenn zwei Haushalte sich einen Flur teilen.
Erhalten blieb die gesamte tragende Struktur samt Dachstuhl, der in gutem Zustand war. Ersetzt wurden die Innenwände im Obergeschoss, die ohnehin nicht tragend waren, sowie die Fenster an der Westseite. Die seitlichen Anbauten sind überdachte Holzdecks, die das Haus nach außen fassen, ohne es breiter wirken zu lassen — gebaut in Lärche, unbehandelt.
Florian Gick
hallo@muat.de
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